034 ökohaus 2

geomantische arbeit, feng shui

1. ideen und grundgedanken
2. geomantische arbeit, feng shui
3. radiästhesie und elektrobiologie
4. entwurfsarbeit, künstlerische gestaltung
5. bauweisen, materialien und technologien
6. ausführung, aktueller planungsstand

in kürze erfolgen updates dieser seite.

2. geomantische arbeit, feng shui
bei diesem projekt sollte unser geomantischer ansatz exemplarisch deutlich werden. jedes grundstück, jedes haus stellt zwar individuelle, jeweils andere forderungen und verlangt z.t. auch nach ganz neue herangehensweisen - dennoch ergeben sich auch grundlegende betrachtungsebenen, hilfsmittel und massnahmen.

nachdem verschiedene gesichtspunkte untersucht sind, kommt unser   i n t u i t i v e r   a n s a t z   zum tragen. viele einzelheiten helfen nicht weiter, wenn es nicht gelingt, die entscheidenden von den weniger entscheidenden zu trennen. dies kann nur aus dem mitte-bereich, aus dem herzens-bereich geschehen. dazu ist es wichtig, sich zu z e n t r i e r e n, die eigene mitte zu spüren, in-sich-zu-sein und dennoch das verbunden-sein mit der erde nach unten und mit dem himmel nach oben. (anregungen für entsprechende übungen gibt es z.b. von marko pogacnik und harald jordan.)

a. auswahl des grundstückes
uns persönlich erging es so, dass wir "unser grundstück" schon längere zeit vom vorbeigehen bei spaziergängen kannten, aber lange wegen "äußerer gründe" (lang und schmal) gezögert hatten. ich hatte dann plötzlich das gefühl, dass gelände kennenlernen zu wollen und nahm kontakt zu den eigentümern auf. schon bei der ersten begehung war mir klar, "unser grundstück" gefunden zu haben.
wichtig erscheint mir generell, auf solche "eingebungen" zu hören und sie nicht als unsinn abzutun. im gefühl wissen wir sehr vieles, nur trauen wir diesem meist nicht. das gefühl kann uns insbesondere etwas über unsere "beziehungen" sagen und um die geht es hier: unsere beziehung zum konkreten ort. insofern frage ich auch kunden, die sich "nicht sicher" sind, ob sie das richtige grundstück haben, nach ihrem eigenen gefühl. vernunft-gesichtspunkte sind wichtig, aber sie können uns in "beziehungs-fragen" keine sicherheit geben. ich als berater kann nur helfen, entwickeln, unterstützen - aber klären muß sich der betreffende selbst.




b. wahrnehmungsarbeit auf dem gelände
während des gesamten zeitraums seit juni 2001 (kauf) haben wir das grundstück regelmäßig begangen, z.t. mehrmals wöchentlich. dadurch konnten wir die veränderungen durch den jahreskreislauf wahrnehmen. durch gartenarbeit, baumpflege u.ä. aber auch immer wieder im anschauen der licht-, luft- und wärmeverhältnisse versuchten wir, kontakt zum ort, seinen sichtbaren und unsichtbaren bewohnern, seinen verschiedenen messbaren oder erfühlbaren qualitäten, herzustellen - eine beziehung zum ort aufzubauen.
mit jutta wallaschek von diterga (coaching), die sich schon seit vielen jahren damit beschäftigt, wie äußere und innere ursachen sich im körper auswirken und wahrnehmen lassen, bzw. wie diese wahrnehmung geschult werden kann, versuchten wir - vor allem im bereich des geplanten neubaus - zu erfühlen, wie sich die orte qualitativ unterschieden. hauptaugenmerk lag dabei auf wahrnehmbare strömungen im leib (horizontal, vertikal, ausrichtung), licht- und wärmequalitäten sowie blockaden und verdichtungen. die untersuchungen, die wir zu dritt durchführten, ergaben z.t. sehr große unterschiede zwischen stellen, die nur 50 cm voneinander entfernt lagen.
diese ergebnisse haben die grundrissgestaltung und ideen zur außengestaltung stark beeinflusst (die schon vorhandenen ideen wurden im wesentlichen bestätigt, aber in wichtigen bereichen, sowie im detail modifiziert). ausserdem führten wir anfängliche versuche durch, wie materialien diese natur-gegebenheiten beinflussen können. so ist im zuge des innenausbaus, aber auch im äußeren eingangsbereich geplant, gestaltungen mit holz, stein (granit, schiefer, kalkstein, kiesel) und metall auch durch weiterführende untersuchungen in dieser art zu begleiten. baustoffe nicht nur als ästhetisches oder konstruktives, sondern auch als geomantisch wirksames mittel.

c. topographie und geologie
eng mit dem vorherigen abschnitt verknüpft ist das erleben der geländesituation und der kräfte aus dem boden.
das grundstück befindet sich im oberen bereich eines ehemals bewaldeten hügels am rande des lainzer tiergartens. nach nordwesten steigt das gelände der gesamten siedlung noch um einige meter an, nach südosten fällt es um ca. 40 höhenmeter bis zum lainzerbach ab. von der vorderen (straße) bis zur hinteren grundgrenze steigt das grundstücks-gelände um 6,70 m an, im bereich des neubaus in etwa um 2 m.
im herbst habe ich auf dem grundstück gegraben und dabei viele steine aus dem boden geholt. der grossteil sind sandsteine verschiedenster farben (rot, gelb, braun, grünlich) und konsistenz, aber auch kalke, schieferhaltige steine und ein stück granit. da der boden bis vor 80 jahren bewaldet und davor teil des lainzer tiergartens war, kann es sich nur um naturgemäß hier vorkommende gesteine handeln.
ein bewußtsein für die im boden vorhandene geologische struktur, wenigstens der oberen schichten, halte ich für einen wichtigen gesichtspunkt. sandstein (quarzhaltig, lichtkräfte) hat einen völlig anderen charakter als z.b. kalkstein oder granit.
einen guten eindruck vermittelt auch eine offene baustelle, bei der am rand farben und zusammensetzung der verschiedenen bodenschichten sichtbar werden.
nicht immer sind diese eindrücke direkt umsetzbar, aber es ist gut, die aufmerksamkeit darauf zu richten - dies wird dann teil des gesamteindrucks.

d. geschichte des ortes
es ist gut, sich ein bild zu machen von der "geschichte" des grundstücks. wer oder was hat hier vorher gelebt, welcher "geist" war hier anwesend (er wird es immer noch teilweise sein), was wurde hier getan ?
dies kann durch das studium alter karten, aber auch durch die erzählungen älterer nachbarn erfolgen, wobei letztere zwar oft nur die jüngere geschichte kennen, die aber in den meisten fällen die wichtigere ist. von bedeutung sind auch starke ereignisse, z.b. gewaltsame tode, unfälle etc., die in der atmosphäre des ortes ihre spuren hinterlassen (in diesem falle sollten entsprechende "reinigungen" stattfinden). in wenigen fällen gibt es auch regelrecht "vergiftete" plätze (z.b. an orten, an denen viele menschen zu tode gekommen sind, an ehemaligen schlachthöfen etc.).
in unserem falle wussten wir nur, dass das grundstück nie bebaut war und bis vor etwa 70-80 jahren bewaldet - die ganze siedlung ("friedensstadt") wurde in den jahren zwischen den 2 weltkriegen durch die grosse siedlerbewegung erschlossen.

e. erde-arbeit
nach alten überlieferungen haben wir in etwas abgewandelter form in der weihnachtszeit "erde" bearbeitet. vorbereitend wurde einige wochen vorher (nach dem ersten frost) an verschiedenen stellen des grundstücks erde entnommen. diese haben wir dann getrocknet, alle steine, wurzeln, stöckchen, regenwürmer etc. entfernt (erstaunlich, was alles in der erde lebt) und gesiebt. in der zeit der "13 heiligen nächte" (das ist die zeit zwischen dem 24.12. und dem 6.1. - genau der zeitraum zwischen dem sonnen- und mondenjahr) haben wir täglich 1 stunde, abwechselnd morgens und abends, "erde gerührt": mit den bloßen händen wird immer wieder in die erde gegriffen, die schüssel dabei gedreht und die erde dadurch "begriffen" und erwärmt - eine art zeremonieller und kultischer handlung. vor dem eigentlichen rühren wird eine stunde wasser (regen- oder schneewasser) rhythmisiert, d.h. mit einem holzstab in einem tongefäß abwechselnd links und rechts herum gedreht. das so rhythmisierte wasser wird zum leichten befeuchten der meist etwas trockenen erde verwendet.
nach dem 6.1. ruht die gerührte erde und wird dann anfang februar zu maria lichtmeß auf dem grundstück verteilt. (das "erde-rühren" ist durch ekkehard wroblowski, kassel, übermittelt).

insgesamt ging es uns bei diesem prozeß vor allem darum, uns hand-greiflich zu verbinden, materie durch den menschen zu erwärmen und zu verwandeln. ich entnehme der natur etwas, verwandle es als mensch und gebe es dann der natur zurück. für uns ist die erde am ende eine völlig andere geworden. diese eigenschaft wird homöopathisch auf das ganze grundstück übertragen.



f. feng shui
feng shui-gesichtspunkte sind maßgeblich in den entwurf des hauses miteingeflossen, diese werden teilweise auf der folgenden seite 4.entwurfsarbeit erläutert. zur gesamtsituation, zum grundstück und zu den außenanlagen ergaben sich folgende überlegungen:
wir drei (unsere familie) sind alles "östliche" menschen (siehe unterseite feng shui, 7 omen-schule) - von daher gelten folgende richtungen für uns als harmonisierend und energetisch aufbauend: osten, norden, süden und südosten. das grundstück trägt dem voll rechnung, indem gerade diese richtungen stark betont sind, auch der eingang (grundstück und haus) und die ausblicke ergeben sich naturgemäß in diesem sinne. die richtungen sind etwas, von dem ich immer wieder beobachte, dass es starke bedeutung hat und häufig mit der intuitiv erlebten situation übereinstimmt.
durch die methode des "9 star chi" kommt das zeitliche element ins feng shui. es werden aussagen über die bewegungen (umzüge, reisen, hauserweiterungen)) in einem bestimmten zeitraum getroffen. in unserem fall ergaben sich 2 (von 8) richtungen als für alle günstig für den angepeilten umzugstermin: unsere umzugsrichtung ist darunter. auch dies unterstützt die intuitiv gefällte entscheidung.
am wichtigsten erscheint mir aber immer vor ort das konkrete erleben und gestalten der energetischen ströme - hier begegnen sich auch mitteleuropäische und östliche geomantie. so war uns insbesondere die eingangssituation wichtig. da aus gründen einer großzügigen wohnraumgestaltung kein eingang im süden in betracht kam, musste der eingang von osten über den öffentlichen fußweg erfolgen. hier war aber wegen der baulinien und der vorhandenen nachbarbebauung die gefahr einer engen pforte, eines schlucht-durchganges gegeben. außerdem ergab sich wegen der notwendigen ausnutzung der zulässigen bebauung das problem einer zu hohen wand im hauseingangs-bereich. dies beides führte uns trotz der damit verbundenen statischen und konstruktiven probleme zu einer terrassierten bebauung. durch beleuchtung, farben und materialien soll der gesamte weg von der straße bis ins haus "fließender" gestaltet werden. dem kleinen innenhof vor dem hauseingang (der sich durch die baulinien ergab) kommt auch besondere bedeutung zu - soll sich hier doch energie sammeln. durch die erlebten natürlichen strömungen stellt sich dieser bereich sehr differenziert dar und bedarf besonderer und sehr einfühlender gestaltung.

geomantische arbeit, feng shui

1. ideen und grundgedanken
2. geomantische arbeit, feng shui
3. radiästhesie und elektrobiologie
4. entwurfsarbeit, künstlerische gestaltung
5. bauweisen, materialien und technologien
6. ausführung, aktueller planungsstand

in kürze erfolgen updates dieser seite.

2. geomantische arbeit, feng shui
bei diesem projekt sollte unser geomantischer ansatz exemplarisch deutlich werden. jedes grundstück, jedes haus stellt zwar individuelle, jeweils andere forderungen und verlangt z.t. auch nach ganz neue herangehensweisen - dennoch ergeben sich auch grundlegende betrachtungsebenen, hilfsmittel und massnahmen.

nachdem verschiedene gesichtspunkte untersucht sind, kommt unser   i n t u i t i v e r   a n s a t z   zum tragen. viele einzelheiten helfen nicht weiter, wenn es nicht gelingt, die entscheidenden von den weniger entscheidenden zu trennen. dies kann nur aus dem mitte-bereich, aus dem herzens-bereich geschehen. dazu ist es wichtig, sich zu z e n t r i e r e n, die eigene mitte zu spüren, in-sich-zu-sein und dennoch das verbunden-sein mit der erde nach unten und mit dem himmel nach oben. (anregungen für entsprechende übungen gibt es z.b. von marko pogacnik und harald jordan.)

a. auswahl des grundstückes
uns persönlich erging es so, dass wir "unser grundstück" schon längere zeit vom vorbeigehen bei spaziergängen kannten, aber lange wegen "äußerer gründe" (lang und schmal) gezögert hatten. ich hatte dann plötzlich das gefühl, dass gelände kennenlernen zu wollen und nahm kontakt zu den eigentümern auf. schon bei der ersten begehung war mir klar, "unser grundstück" gefunden zu haben.
wichtig erscheint mir generell, auf solche "eingebungen" zu hören und sie nicht als unsinn abzutun. im gefühl wissen wir sehr vieles, nur trauen wir diesem meist nicht. das gefühl kann uns insbesondere etwas über unsere "beziehungen" sagen und um die geht es hier: unsere beziehung zum konkreten ort. insofern frage ich auch kunden, die sich "nicht sicher" sind, ob sie das richtige grundstück haben, nach ihrem eigenen gefühl. vernunft-gesichtspunkte sind wichtig, aber sie können uns in "beziehungs-fragen" keine sicherheit geben. ich als berater kann nur helfen, entwickeln, unterstützen - aber klären muß sich der betreffende selbst.




b. wahrnehmungsarbeit auf dem gelände
während des gesamten zeitraums seit juni 2001 (kauf) haben wir das grundstück regelmäßig begangen, z.t. mehrmals wöchentlich. dadurch konnten wir die veränderungen durch den jahreskreislauf wahrnehmen. durch gartenarbeit, baumpflege u.ä. aber auch immer wieder im anschauen der licht-, luft- und wärmeverhältnisse versuchten wir, kontakt zum ort, seinen sichtbaren und unsichtbaren bewohnern, seinen verschiedenen messbaren oder erfühlbaren qualitäten, herzustellen - eine beziehung zum ort aufzubauen.
mit jutta wallaschek von diterga (coaching), die sich schon seit vielen jahren damit beschäftigt, wie äußere und innere ursachen sich im körper auswirken und wahrnehmen lassen, bzw. wie diese wahrnehmung geschult werden kann, versuchten wir - vor allem im bereich des geplanten neubaus - zu erfühlen, wie sich die orte qualitativ unterschieden. hauptaugenmerk lag dabei auf wahrnehmbare strömungen im leib (horizontal, vertikal, ausrichtung), licht- und wärmequalitäten sowie blockaden und verdichtungen. die untersuchungen, die wir zu dritt durchführten, ergaben z.t. sehr große unterschiede zwischen stellen, die nur 50 cm voneinander entfernt lagen.
diese ergebnisse haben die grundrissgestaltung und ideen zur außengestaltung stark beeinflusst (die schon vorhandenen ideen wurden im wesentlichen bestätigt, aber in wichtigen bereichen, sowie im detail modifiziert). ausserdem führten wir anfängliche versuche durch, wie materialien diese natur-gegebenheiten beinflussen können. so ist im zuge des innenausbaus, aber auch im äußeren eingangsbereich geplant, gestaltungen mit holz, stein (granit, schiefer, kalkstein, kiesel) und metall auch durch weiterführende untersuchungen in dieser art zu begleiten. baustoffe nicht nur als ästhetisches oder konstruktives, sondern auch als geomantisch wirksames mittel.

c. topographie und geologie
eng mit dem vorherigen abschnitt verknüpft ist das erleben der geländesituation und der kräfte aus dem boden.
das grundstück befindet sich im oberen bereich eines ehemals bewaldeten hügels am rande des lainzer tiergartens. nach nordwesten steigt das gelände der gesamten siedlung noch um einige meter an, nach südosten fällt es um ca. 40 höhenmeter bis zum lainzerbach ab. von der vorderen (straße) bis zur hinteren grundgrenze steigt das grundstücks-gelände um 6,70 m an, im bereich des neubaus in etwa um 2 m.
im herbst habe ich auf dem grundstück gegraben und dabei viele steine aus dem boden geholt. der grossteil sind sandsteine verschiedenster farben (rot, gelb, braun, grünlich) und konsistenz, aber auch kalke, schieferhaltige steine und ein stück granit. da der boden bis vor 80 jahren bewaldet und davor teil des lainzer tiergartens war, kann es sich nur um naturgemäß hier vorkommende gesteine handeln.
ein bewußtsein für die im boden vorhandene geologische struktur, wenigstens der oberen schichten, halte ich für einen wichtigen gesichtspunkt. sandstein (quarzhaltig, lichtkräfte) hat einen völlig anderen charakter als z.b. kalkstein oder granit.
einen guten eindruck vermittelt auch eine offene baustelle, bei der am rand farben und zusammensetzung der verschiedenen bodenschichten sichtbar werden.
nicht immer sind diese eindrücke direkt umsetzbar, aber es ist gut, die aufmerksamkeit darauf zu richten - dies wird dann teil des gesamteindrucks.

d. geschichte des ortes
es ist gut, sich ein bild zu machen von der "geschichte" des grundstücks. wer oder was hat hier vorher gelebt, welcher "geist" war hier anwesend (er wird es immer noch teilweise sein), was wurde hier getan ?
dies kann durch das studium alter karten, aber auch durch die erzählungen älterer nachbarn erfolgen, wobei letztere zwar oft nur die jüngere geschichte kennen, die aber in den meisten fällen die wichtigere ist. von bedeutung sind auch starke ereignisse, z.b. gewaltsame tode, unfälle etc., die in der atmosphäre des ortes ihre spuren hinterlassen (in diesem falle sollten entsprechende "reinigungen" stattfinden). in wenigen fällen gibt es auch regelrecht "vergiftete" plätze (z.b. an orten, an denen viele menschen zu tode gekommen sind, an ehemaligen schlachthöfen etc.).
in unserem falle wussten wir nur, dass das grundstück nie bebaut war und bis vor etwa 70-80 jahren bewaldet - die ganze siedlung ("friedensstadt") wurde in den jahren zwischen den 2 weltkriegen durch die grosse siedlerbewegung erschlossen.

e. erde-arbeit
nach alten überlieferungen haben wir in etwas abgewandelter form in der weihnachtszeit "erde" bearbeitet. vorbereitend wurde einige wochen vorher (nach dem ersten frost) an verschiedenen stellen des grundstücks erde entnommen. diese haben wir dann getrocknet, alle steine, wurzeln, stöckchen, regenwürmer etc. entfernt (erstaunlich, was alles in der erde lebt) und gesiebt. in der zeit der "13 heiligen nächte" (das ist die zeit zwischen dem 24.12. und dem 6.1. - genau der zeitraum zwischen dem sonnen- und mondenjahr) haben wir täglich 1 stunde, abwechselnd morgens und abends, "erde gerührt": mit den bloßen händen wird immer wieder in die erde gegriffen, die schüssel dabei gedreht und die erde dadurch "begriffen" und erwärmt - eine art zeremonieller und kultischer handlung. vor dem eigentlichen rühren wird eine stunde wasser (regen- oder schneewasser) rhythmisiert, d.h. mit einem holzstab in einem tongefäß abwechselnd links und rechts herum gedreht. das so rhythmisierte wasser wird zum leichten befeuchten der meist etwas trockenen erde verwendet.
nach dem 6.1. ruht die gerührte erde und wird dann anfang februar zu maria lichtmeß auf dem grundstück verteilt. (das "erde-rühren" ist durch ekkehard wroblowski, kassel, übermittelt).

insgesamt ging es uns bei diesem prozeß vor allem darum, uns hand-greiflich zu verbinden, materie durch den menschen zu erwärmen und zu verwandeln. ich entnehme der natur etwas, verwandle es als mensch und gebe es dann der natur zurück. für uns ist die erde am ende eine völlig andere geworden. diese eigenschaft wird homöopathisch auf das ganze grundstück übertragen.



f. feng shui
feng shui-gesichtspunkte sind maßgeblich in den entwurf des hauses miteingeflossen, diese werden teilweise auf der folgenden seite 4.entwurfsarbeit erläutert. zur gesamtsituation, zum grundstück und zu den außenanlagen ergaben sich folgende überlegungen:
wir drei (unsere familie) sind alles "östliche" menschen (siehe unterseite feng shui, 7 omen-schule) - von daher gelten folgende richtungen für uns als harmonisierend und energetisch aufbauend: osten, norden, süden und südosten. das grundstück trägt dem voll rechnung, indem gerade diese richtungen stark betont sind, auch der eingang (grundstück und haus) und die ausblicke ergeben sich naturgemäß in diesem sinne. die richtungen sind etwas, von dem ich immer wieder beobachte, dass es starke bedeutung hat und häufig mit der intuitiv erlebten situation übereinstimmt.
durch die methode des "9 star chi" kommt das zeitliche element ins feng shui. es werden aussagen über die bewegungen (umzüge, reisen, hauserweiterungen)) in einem bestimmten zeitraum getroffen. in unserem fall ergaben sich 2 (von 8) richtungen als für alle günstig für den angepeilten umzugstermin: unsere umzugsrichtung ist darunter. auch dies unterstützt die intuitiv gefällte entscheidung.
am wichtigsten erscheint mir aber immer vor ort das konkrete erleben und gestalten der energetischen ströme - hier begegnen sich auch mitteleuropäische und östliche geomantie. so war uns insbesondere die eingangssituation wichtig. da aus gründen einer großzügigen wohnraumgestaltung kein eingang im süden in betracht kam, musste der eingang von osten über den öffentlichen fußweg erfolgen. hier war aber wegen der baulinien und der vorhandenen nachbarbebauung die gefahr einer engen pforte, eines schlucht-durchganges gegeben. außerdem ergab sich wegen der notwendigen ausnutzung der zulässigen bebauung das problem einer zu hohen wand im hauseingangs-bereich. dies beides führte uns trotz der damit verbundenen statischen und konstruktiven probleme zu einer terrassierten bebauung. durch beleuchtung, farben und materialien soll der gesamte weg von der straße bis ins haus "fließender" gestaltet werden. dem kleinen innenhof vor dem hauseingang (der sich durch die baulinien ergab) kommt auch besondere bedeutung zu - soll sich hier doch energie sammeln. durch die erlebten natürlichen strömungen stellt sich dieser bereich sehr differenziert dar und bedarf besonderer und sehr einfühlender gestaltung.

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